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Trainieren auch im Alter? Sicher!

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  • 06 Mai

 

FNoepel 28.3.2015

Am vergangenen Samstag erwarteten die Ochtruper Karateka hohen Besuch aus Kamen. Fritz Nöpel (9. Dan) gab einen Lehrgang für „Jukuren“ (ab 35). Der Einladung waren alte wie junge Karateka aus Emsdetten, Mesum, Wettringen und Ochtrup gefolgt, denn einen

Fritz-Nöpel-Lehrgang lässt man sich nicht so einfach entgehen! Als Resultat war die Overberghalle mit fünfzig Teilnehmern gut gefüllt.

Nöpel eröffnete den Lehrgang mit einem sogenannten „Mundo“ (Schüler- Lehrergespräch). Zentrales Thema seines Vortrags waren die Verhaltensregeln im Karate, das Dojokun. Diese umfassen unter anderem den respektvollen Umgang mit dem Lehrer oder Trainingspartner. Er betonte die Wichtigkeit dieser Regeln, für alle, die eine Kampfkunst wie Karate betreiben.

Aber auch das physische Training wurde natürlich nicht vernachlässigt. Zusammen mit Tobias Zöllner (5. Dan) zeigte er, welche Abwehr- und Kontertechniken man für unterschiedliche Distanzen verwendet. Daraufhin folgte selbstverständlich prompt die praktische Übung.

Nach eine kurzen Stärkung mit Kaffee und Kuchen ging es weiter mit der Verteidigung gegen Fassen oder Würgen. Hierbei lernten die Teilnehmer verschiedenste Wege aus einer solchen Gefahrensituation zu entkommen. Nöpel erklärte, dass man bei einer einfachen Belästigung „Gojin-Jitzu“ verwende. Der Angreifer wird weggestoßen oder zu Boden geworfen, aber nicht ernsthaft verletzt. Wohingegen das „Jissen-Jitzu“ in lebensbedrohlich

en Situationen angewandt wird, um das eigene Überleben oder das anderer zu sichern.

Am Ende bedankte sich Dojoleiter Christian Feldmann für den gelungenen Lehrgang, der viele neue und interessante Erkenntnisse gebracht hat. Ein Wiedersehen im nächsten Jahr ist schon geplant, denn schließlich ist der Lehrgang in Ochtrup schon ein kleines bisschen Tradition.