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Okinawa Report Nov.2012

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  • 08 Dez

 

Friedensgedenkpark - Die Flamme des Friednes

Friedensgedenkpark - The Cornerstone of Peace

Der andere Ort den ich gerne vorstellen möchte ist der Friedensgedenkpark im Süden. Ich bin mit dem Rad hingefahren und habe mir den Park einmal genauer angeschaut. Es handelt sich dabei um ein sehr großes Areal mit wunderbar gepflegtem Rasen und Anlagen, direkt am Meer gelegen. Ein Gebäude beherbergt eine eindruckvolle goldene Buddhastatue, ein anderes Gebäude das von Außen etwas an eine Burg erinnert ist ein großes Museum. Es gibt viele Gebetsstätten und heilige Plätze. Am eindruckvollsten fand ich die Flamme des Friedens und die vielen schwarzen Gedenksteine mit den Namen der Kriegsopfer. Die „Flamme des Friedens“ entspringt aus der Mitte einer Art Brunnen. Beim genaueren Betrachten stellt man fest, dass dort, wo die Flamme entspringt die Umrisse von Okinawa abgebildet sind. Von dort aus läuft das Wasser wellenförmig nach außen. Die Flamme soll den Geist des Friedens symbolisieren, der von Okinawa aus über das Meer in die ganze Welt getragen wird.
Folgendes muss ich auch unbedingt noch loswerden: Ich habe mal das Experiment gewagt und bin hier zum Frisör gegangen und auch das erste Mal mit einem Bus gefahren. Beim Frisör muss man direkt schon mal unterscheiden zwischen Tokoya, der auf Männer spezialisiert ist und dem Biyoin, ein Frisör für Frauen. Ich glaube ich habe den richtigen gefunden, zumindest hatte ich nachher keine rote Schleife im HaarJ Allerdings habe ich gedacht ich schau nicht richtig, als der Herr mir die Preisliste für einen ganz gewöhnlichen Haarschnitt gezeigt hatte. 2700 Yen, das entspricht ca. 27€ für „Kurz bitte!“. Ich will nicht sagen, dass ich in der letzten Bruchbude war, aber ne Bude war’s auf jeden Fall. Ich konnte noch etwas am Preis drehen, sodass ich „nur“ 2300 Yen bezahlen musste, aber das empfand ich immer noch als unverschämt teuer. Aber da wusste ich ja auch noch nicht, was der Unterschied zwischen einem okinawanischen Frisör und einem deutschen ist. Offenbar genießen die Frisöre hier höheres Ansehen und es ist auch selbstverständlich, dass eine Kopf- und Nackenmassage, sowie heiße Tücher und so weiter mit zum Programm gehören.  

Tour de Okinawa - Start  Finish

Kokusai Doori - Wächter riesiger Shisa

Seifa Utaki

Tour de Okinawa - Thilo   Ryu

Die Preise für eine Busfahrt sind hier ähnlich erschreckend wie die für einen Frisörbesuch. 5€ für eine Fahrt die ca. 30min. dauert, eine Entfernung von ca. 10km. Mit dem Bus fahren ist allerdings wunderbar einfach. Es gibt zunächst Mal nur eine Tür durch die man ein und aussteigen kann, nämlich vorne beim Fahrer. Wenn man einsteigt zieht man ein Ticket mit einer Nummer. Es ist völlig egal wo man hin will, bezahlt wird erst, wenn man aussteigt. Man sucht sich also einen Platz und fährt bis zur gewünschten Haltestelle. Vorne Neben dem Busfahrer hängt eine elektronische Tafel mit Nummern und Preisen. Möchte man aussteigen, schaut man einfach, welche Nummer man gezogen hatte und bezahlt den Betrag vorne an der Bezahlmaschine, der unter der Nummer steht. Aber Vorsicht! So weit ich das beurteilen kann, können die Bezahlmaschinen nicht wechseln, d.h. bezahlt man zu viel, ist das Geld weg!

Zu Letzt möchte ich noch von einer ganz besonderen Tour berichten, an der ich teilgenommen habe, nämlich der Tour de Okinawa! Ich hatte sowieso vor die Insel einmal komplett mit dem Fahrrad zu umrunden – da bot sich das an! Ich bin in der Kategorie „Einmal Rund um die Insel Kurs“ angetreten. Allerdings handelte es sich dabei nicht um ein Wettrennen, sondern wirklich nut um eine Tour. Wir sind die gesamte Strecke von 400km in zwei Tagen gefahren. Von Samstag auf Sonntag haben alle Teilnehmer zusammen im noblen Kise Beach Palace Hotel übernachtet. Für Verpflegung war auch gesorgt, zwischen durch gab es immer wieder kurze Pausen, bei denen man seinen Beinen eine kurze Pause gönnen und seine Wasservorräte auffrischen konnte. Am ersten Tag wurde der Nordteil einmal umrundet, am zweiten Tag der Mittel- und Südteil. Der erste Tag war echt hart. Bewölkt, starker Gegenwind und Berge ÜBERALL! Dafür hatten wir am zweiten Tag wunderbares Wetter und so gut wie keine Berge. Es gab ein T-Shirt und eine Urkunde für die, die bis zum Ende durchgehalten haben. Die Tour war eine wunderbare Gelegenheit, einmal die ganze Insel kennenzulernen und ich muss sagen, ich konnte zwar für ein Paar Tage nur wie auf Eiern laufen, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! (Es gibt im Norden sogar kleine Wasserfälle!)

Ich hoffe, dass euch auch dieser Bericht wieder gefallen hat. Diesmal nicht soviel über Karate, aber ich bin sicher, da gibt’s bald wieder mehr zu berichten. Ansonsten gilt das was ich letztes Mal auch geschrieben habe: Bei Anliegen jeglicher Art – Fragen! Ich habe mir jetzt sogar Facebook zugelegt, bin also immer zu erreichen!

Ich wünsche euch eine Frohe Adventszeit und einen wunderbaren Winter mit viel Schnee und Eis! (Man weiß erst wie toll Winter ist, wenn er nicht mehr kommt!)

 

Viele Grüße aus Okinawa,

Thilo