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Bastelaktion

Bambini Bastelnf003Auch wenn Corona den Plan der Karateka dieses Jahr ein wenig durcheinander gebracht hat, hat niemand daran gedacht, aufzugeben. Besonders für die Bambini- und Kindergruppe wollte man sich etwas Spezielles ausdenken, an dem alle Spaß haben. Und so folgte nach dem Bastelwettbewerb des Yuishinkan-Männchens von vor ein paar Wochen eine Aktion, wo die Kinder die Gelegenheit hatten, aus Holz die unterschiedlichsten Sachen zu basteln. 
Dafür wurden stapelweise Paletten, Bastelholz, Holzleim, Sägen und noch vieles mehr herangeschafft, damit die Kinder sich austoben konnten. 
In den ersten zwei Stunden des Programms fingen die Kinder sofort an, sich an ihr Werk zu machen. Ob es Bonbonmaschinen, Katapulte oder Schmuckständer in Form eines Bilderrahmens werden sollten, jedes Kind war mit vollem Eifer dabei. 
Die Helfer versuchten dabei, insofern es Corona zuließ, die Kinder bei ihren Werken zu unterstützen und nahmen vor allem das Bohren und Sägen des Holzes in Angriff, während die Kinder zusammenschraubten und es bunt verzierten. 
Zum Ende hin gab es dann noch, als Stärkung für die hungrigen Handwerker, eine Bratwurst mit Brötchen auf die Hand. Das war auch bitter nötig nach dem langen Tag, an dem die Kinder ihr Bestes beim Basteln und Bauen gegeben hatten. 
Wer wollte, konnte sich dann noch am Ende des Tages mit seinem selbstgebastelten Meisterwerk fotografieren lassen. 
 

 

 

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 2020 1holz

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Okinawa Report Sept. 2012

Man möchte meinen, dass es nach 10 Tagen noch nicht so viel zu erzählen gibt, aber weit gefehlt! Ich habe bereits soviel erlebt, dass ich überhaupt nicht weiß, ob ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Ich denke, ich fange mal am Anfang an nämlich mit der Reise nach Okinawa. Wir, also meine Mitstudierenden und ich sind also am Donnerstag vor 2 Wochen ab Düsseldorf los geflogen, mit der Lufthansa nach Frankfurt, von dort aus nach Nagoya, was in der Präfektur Aichi liegt, und dann weiter nach Naha, der Hauptstadt von Okinawa. Der Flug war wirklich angenehm und ist reibungslos verlaufen, doch schon in Nagoya passierte etwas, was nicht geplant war: Wir mussten zu einer Art Anmeldung für Ausländer, was soviel Zeit in Anspruch genommen hat, dass wir beinahe unseren Anschlussflug nach Naha verpasst hätten. Wir haben irgendeine komische Karte erhalten, mit der wir so richtig gar nichts anzufangen wussten und waren nur darauf bedacht, unseren nächsten Flug zu erwischen.

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Okinawa Report Okt. 2012

Es ist nun bereits über einen Monat her, dass ich das gute alte Ochtrup verlassen habe, um ein Jahr auf Okinawa zu leben. In 10 Tagen war ja schon sehr viel passiert, stellt euch vor, was man da in einem Monat alles erlebt! Deshalb werde ich die Karate Aspekte in den Vordergrund stellen und diese ausführlicher erzählen.

Aber damit will ich nicht beginnen. Beginnen möchte ich mit den Sachen, die außer Karate noch interessant sind – nicht einfach nur interessant, sondern alles Sachen, die man nur auf Okinawa erleben kann.

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Okinawa Report - Karate Museum

Ahnen und Gespenster  Hier Bilder von Thilo aus dem Karatemuseum..

An was glauben wohl die Okinawaner? Welche Religion praktizieren sie – Buddhismus? – Christentum? Weder noch! Auf Okinawa werden vor allem die Ahnen verehrt, auf japanisch Sosensuuhai (祖先崇拝).

Es wird gesagt, dass wenn nach dem Tod einer Person 33 Jahre vergangen sind, diese Person dann ein Kami also ein Gott wird und von diesem Zeitpunkt an über die Familie wacht. Zur Zeit des Totenfestes Obon (お盆) und zu Neujahr versammeln sich die Verwandten und beten am Butsudan (仏壇), einem buddhistischen Alter, der sich im Haus der Familie befindet. Von diesem Butsudan wird gesagt er sei das Haus der verstorbenen Vorfahren, die man in der Not dort um Hilfe bitten kann.

Wo geht es hin, wenn man gestorben ist? Ins Paradies? Was glaubt ihr? Die Okinawaner glauben, dass es zum Niraikanai (ニライカナイ) geht, einem „Ort hinter dem Meer“. Dort leben angeblich die Götter und von dort her kommt auch das Glück. Zu Beginn des Jahres kommt, der Legende nach, ein Gott und bringt die gute Ernte mit, um dann am Ende des Jahres wieder ins Niraikanai zurückzukehren.

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Okinawa Report Nov.2012

November, die kalte Jahreszeit bricht an. Es wird kalt, schneit und beginnt zu frieren. Aber nicht auf Okinawa! Tatsächlich hat hier fast noch niemand Eis oder Schnee gesehen, es sei denn im Gefrierschrank! Es ist nämlich so: Die Temperaturen auf Okinawa sinken NIEMALS unter null Grad. Dass es Winter ist merkt man allenfalls daran, dass es häufiger regnet und die Temperatur auf ca. 21 Grad sinkt. Mit weißen Weihnachten wird das dieses Jahr für mich

wohl leider nichts – schadeAuch im NoveShuri Schloss - Hauptgebäudember habe ich wieder allerlei interessante Dinge erlebt, von denen ich im Folgenden ein wenig berichten werde.

Zunächst einmal werden ja wohl die meisten schon die Fotos gesehen haben, die ich euch geschickt habe. Die Fotos zeigen das Karate-Museum ganz in der Nähe meiner Universität. Gleichzeitig ist es ein Dojo in dem auch noch fleißig trainiert wird. Der Besitzer heißt Tetsuhiro Hokama Sensei, 10. Dan im Goju-Ryu und 10. Dan Kobudo. Von dem Museum führt eine kleine Treppe nach oben, dort lebt Herr Hokama! Wir konnten uns ein bisschen mit ihm unterhalten und ich konnte einen Termin für ein Interview mit ihm vereinbaren. Wir durften uns nicht nur alle Sachen im Museum anschauen und fotografieren, er ließ uns auch noch bei einer Übungsstunde zuschauen, nämlich beim Kindertraining! Es war wirklich sehr interessant zu sehen, wie er unterrichtet. Z.B. Zählte er immer wieder auf einer anderen Sprache, was die Kinder dann auch machen sollten, oder die Kinder mussten (am Ende des Trainings) still sitzen und etwas vormachen, z.B. Rechenaufgaben oder ähnliches. Herr Hokama war sehr nett und bot uns an, regelmäßig an seinem Erwachsenentraining teilzunehmen (50€ Aufnahmegebühr + 30€ Mitgliedsbeitrag [exklusive Kobudo!]). Er trainiert zwei Mal die Woche jeweils für zwei Stunden. Da ich aber schon mit dem Training im Jundokan beide Hände voll zu tun hatte, beließ ich es vorerst bei dem Besuch des Museums.

Als nächstes möchte ich euch kurz zwei Orte vorstellen, die wir im Rahmen von Ausflügen besucht und kennengelernt haben. Der erste Ort ist das Shuri-Schloss in Shuri. Ihr erinnert euch vielleicht: Shuri = Shuri-Te! Die Besichtigung dieses Schlosses war Teil unseres Uni-Programms und hat wirklich sehr viel Spaß gemacht – vor allem ist es super, wenn man einen Dozenten dabei hat, der einem (fast) alles erklären kann.

 

Nach Außen hin ist das Gebäude nicht sehr spektakulär: Viele alte Mauern, verschiedene Arten von Toren und ab und zu eine heilige Stätte, die eine graue schnöde Steinmauer umgibt (Utaki!). Was dem Betrachter allerdings auffällt ist das Shurei no Mon – ein großes rotes Tor das die Einwohner Ryukyus damals zu einem bestimmten Zweck erbauten. Es zeigt nämlich die Beziehung des damaligen Ryukyu zu China an! Diese Beziehung war wohl einerseits eine brüderliche, aber auch ganz klar eine hierarchische mit China als großem Bruder und Ryukyu als kleinem Bruder! Übrigens hat der Karate-Laden in Naha dieses Tor als Symbol gewählt und nennt sich ja auch Shureido. Damit zeigen sie ihre Verbundenheit und den Respekt zu China! Das gleiche ist der Fall, wenn sie Kata vor dem Tor laufen (z.B. in einigen Videos zu sehen.). Shurei heißt auch so viel wie „den Respekt bewahren“ oder „die korrekte Beziehung bewahren“. Ein weiteres ansehnliches Gebäude ist das, in welchem sich der Thronsaal befindet. Alles aus Holz versteht sich. Das ebenfalls in einem aufwendigen Prozess komplett in rot bemalte Gebäude und die zwei Nebengebäude rahmen den wichtigsten Platz des Schlosses ein. Durch besondere Fliesen erkennt man viele Reihen im Boden, Reihen an denen sich die Untertanen aufreihen und entlang dieser Markierungen hinsetzen konnten. Das Gebäude zur linken Seite des Schlosses ist im chinesischen Stil gebaut und das zur rechten im japanischen. Heute sind es Museen, aber damals dienten diese Häuser zur Beherbergung der Gäste aus China und Japan!

 

Im Museum finden wir unter anderem verzierte Vasen und Teller mit einem Drachen, der nur vier Krallen hat. Unsere Dozentin erklärte uns, dass die Anzahl der Krallen auf die Macht des Drachen Auskunft gibt. So hat der chinesische Drache 5 Krallen, der okinawanische 4 Krallen und der japanische 3 Krallen. Es wird auch gesagt, dass der okinawanische Drache nur vier Krallen hat, um dem großen Bruder China wieder einmal den Respekt zu zeigen. Unser ist auch ein Drache (Verbundenheit) aber er ist etwas anders, hat nur vier Krallen und ist schwächer als eurer.

Eine Besonderheit gibt es noch, die ich unbedingt erwähnen sollte: Es gab früher im ganzen Schloss keine einzige Toilette. Man hatte früher kleine Holzkästchen in die man ihr wisst schon was machte. Diese wurden dann nach vollbrachter Tat vom Gelände getragen.

Shuri Schloss - Nebengebäude im chinesischen StilShuri Schloss - Nebengebäude im japanischen Stil

Shurei no Mon

 

 

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